Welschlauf from President

Der Welschlauf 2014 war wieder ein voller Erfolg. So wollte ich anfangs eigentlich gar nicht so recht mitfahren, da es ja nicht wirklich in meinen Trainingsplan hineinpasste, doch im Nachhinein gesehen war es super toll dabei gewesen zu sein. Fuhr ich doch als Siegerin des Welsch-Halbmarathons, mit rund 640 Höhenmeter, wieder nach Hause.

Welsch2014

Der LCU war mit einer großen Truppe am Start, so war jeder der mit dabei war auch sportlich aktiv, also keine passiven Fans vom LCU auf der Strecke zu finden. Florian, Fredi Fritz und ich nahmen den Halbmarathon mit Start in Leutschach in Angriff. Heinz, Erika, Monika, Lieselotte und Peter gingen beim Viertelmarathon an den Start. Hans, Inge und Renate absolvierten die Viertelmarathonstrecke mit Nordicwalkingstöcken.
Gestartet wurde der Halbmarathon genau um die Mittagszeit in Leutschach, da ging es gleich mal richtig mit 2,5 km bergauf zur Sache. Doch ehrfürchtig vor der hügeligen Streckenführung versuchte ich es nicht zu schnell anzugehen. Auch Florian ging es nicht zu rasant an und so ergab es sich, dass wir gemeinsam liefen. Wir konnten uns im vorderen Feld ganz gut behaupten und so erkannten wir, dass nur eine Dame vor uns war, die wir sehr bald einholten, doch mit uns tat dies eine weitere Dame, die sich dann sehr rasch von uns absetzen konnte und nicht mehr gesehen war. Obwohl Florian sicher um einiges schneller hätte laufen können blieb er bei mir und machte mir den „Hasen“. Er gab mir immer Infos, wie es hinter uns aussah. Die zu Beginn Führende lag nur knapp hinter uns und auch die Vierte war in Sichtweite. Beim Start des Viertelmarathons war es dann soweit und die Dritte überholte uns, beflügelt durch die vielen Anfeuerungszurufe ihrer Fans (war wohl eine Ortsansässige). Auch wir wurden kräftig von unseren Clubkollegen, die dort auf den Start des Viertelmarathons, der erst um 14:00 Uhr erfolgte, warteten angefeuert. Die nun Zweite konnte sich aber ganz gut von uns absetzen, ging es doch wieder einmal bergauf. Florian zeigte mir an dranzubleiben, doch ich war schon ziemlich platt, außerdem stand uns noch ein steiler Anstieg bevor. Doch siehe da bei diesem Anstieg tauchte meine Kontrahentin wieder auf, die dann sogar ein paar Schritte ging, dies nutzten wir und kämpften uns wieder an sie heran. Als es flacher wurde konnten wir sogar an ihr vorbei gehen und verschärften das Tempo, besser gesagt Florian „mein Hase“ verschärfte das Tempo und ich versuchte irgendwie im zu folgen. Jetzt mussten wir schauen etwas Abstand zu gewinnen, da Florian die Tempoverschärfung beibehielt, dachte ich wir hätten Monika im Schlepptau. Ich bekam auch keine Infos mehr von Florian und zurückschauen tut man ja bekanntlich nicht, also versuchte ich Florian einfach hinterher zu laufen. Und wir liefen und liefen und siehe da, wir konnten dann auf einer langen bergab fallenden Gerade weit vor uns die führende Dame Wimmer Trixi entdecken. Jetzt stiegen wir nochmals aufs Gas, ich Pfiff zwar schon aus dem letzten Loch, doch was tut man nicht alles. Und wirklich wir kamen ihr näher, doch irgendwie glaubte mein Kopf noch nicht daran, dass es möglich wäre sie zu überholen. Sie bekam dann anscheinend die Info, von einem an ihr vorbeilaufenden Läufer, dass wir an ihr dran waren und drehte sich um. So jetzt hieß es Stoff geben und so konnten wir ca. 150 m vor dem Ziel an ihr vorbeigehen. Die Freude war riesengroß als ich als Erste über die Ziellinie ging, war ich doch bei diesem Lauf schon zweimal Zweite und einmal Dritte und hatte ähnliches erlebt wie Trixi. Jetzt stand ich einmal ganz oben. Ein großer Dank gilt Florian, der mich das ganze Rennen über gezogen hat. Ohne ihn wäre der Sieg sicher nicht möglich gewesen.

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Auch unsere Clubkollegen liefen mit großer Freude über die Ziellinie und so wurde im Anschluss im großen Festzelt gebührend gefeiert. Der Sieg wäre ohnehin nur die Hälfte Wert gewesen, wenn meine Clubkollegen nicht da gewesen wären um mit mir zu feiern! Danke!
Es war wieder einmal ein tolles Wochenende und ich kann den „Welschlauf“ nur jedem empfehlen, zwar keine einfache Strecke aber die Stimmung ist Wahnsinn.