Ironman Cozumel 2012

Ironman Cozumel –
mein 10. Ironman

A new experience – I
finished, but I ended up in the medical tent

Mein 10.
Ironman sollte wohl eine ganz neue Erfahrung für mich werden, ich bin froh
wieder gesund in meinem Bett zu liegen.

Dieser Tagwar vom Startschuss beim Schwimmen bis zum Überqueren der Ziellinie eine ziemliche Qual. Seit wir hier sind, war das Wetter jeden Tag etwas anders, also war auch für den Wettkampftag alles möglich. Um 6:40 starteten die Pro Herren und um 6:43 die Pro Damen. Ich versuchte von Anfang an mit einer Gruppe mit zu schwimmen, konnte diese leider jedoch nicht halten und so war ich dann mit Babsi Tesar zu zweit unterwegs, bis zur ersten Wendeboje, es war ziemlich wellig. Bei der Wendeboje verlor ich dann auch noch Babsi, wie ich später erfuhr kam sie noch einiges nach mir aus dem Wasser, die Wellen wurden immer
heftiger, beim runter schwimmen ging es noch mit der Orientierung, man konnte die Bojen noch halbwegs sehen. Nun gehörte der Golf von Mexiko mir ganz alleine, ziemlich einsam schwamm ich da dahin. Ich glaube, ich muss jetzt für den Rest der Woche mein Essen nicht mehr salzen, denn ich hab doch einiges an Salzwasser geschluckt. Es war ziemlich lang bis zur nächsten Wendeboje, doch dann wurde es erst richtig lustig, jetzt konnte ich gar keine Bojen mehr sehen und wusste nicht recht wo ich mich befand, weiter vorne sah ich dann doch
wieder eine Schwimmgruppe und so versuchte ich mich an diese Richtung zu halten, aber genau weiß ich nicht wo ich herumgeschwommen bin. Als mich dann gegen Ende noch recht flotte Agegrouper überholten, sie waren um 7:00 gestartet, wusste ich, dass meine Schwimmzeit katastrophal sein musste. Der Ausstieg war auch recht lustig, so war einfach eine Holzstiege ins mehr gebaut, aber nicht bis zum Grund, das heißt, man musste sich etwas hochziehen um mit den Knien auf die erste Stufe zu kommen, was sich für mich, nachdem ich doch einiges an Kraft beim Schwimmen gebraucht hatte, sehr schwierig war.

Nachdem ich ziemlich platt war ging auch auf der ersten Radrunde nicht recht viel. Es waren drei Radrunden zu fahren, relativ flach, aber sehr schlechter Straßenbelag, es rumpelte so
richtig und mir taten schon die Unterarme weh, da man ja alles in Position fuhr, 20 km je Runde fuhr man entlang vom Meer, was zwar landschaftlich sehr schön war, aber immer mit starkem Gegenwind verbunden war und das bei dem schlechten Straßenbelag, also man hatte das Gefühl gar nicht vorwärts zu kommen. Inder zweiten Runde ging es dann schon etwas besser, doch die dritte Runde war wieder ziemlich hart und ich machte mir schon Sorgen, wie ich den
Marathon laufen sollte. Dieser ging anfangs zumindest gar nicht so schlecht, auch hier waren es drei Runden, 7 km stadtauswärts und 7 km wieder rein und das Ganze dreimal. Nachdem es eine Pendelstrecke war, konnte man gut sehen, wo meine Konkurrentinnen waren, ich lag auf Rang 16 und fühlte mich eigentlich gar nicht so schlecht. Doch dann musste auch ich dem bisher harten Rennen Tribut zollen und mein km Schnitt wurde langsamer. Auch Fink Mario, der ebenfalls als Profi startete ging es nicht so gut, als ich ihn das letzte Mal beim Laufen gekreuzt hatte, sah er zwar noch sehr gut für mich aus, doch bei km 30 musste er eine Auszeit nehmen. Um das Rennen dann doch zu finishen, lief er die letzte Runde
mit mir und das rettete mir das Leben, er forderte mich zwar ganz schön, doch das hielt mich davon ab in meine Schmerzen zu verfallen, wir liefen dann gemeinsam über die Ziellinie, doch dann war es auch vorbei für mich, ich musste mich einige Male übergeben und war ziemlich schwindlig und so wurde ich geschnappt und ins Medical Tent gebracht.

Natürlich hätte ich mir mehr erwartet, doch ich denke ich habe alles gegeben, es haben irrsinnig viele, auch Profis, aufgegeben.

Alles in allem bin ich dann doch zufrieden, schließlich haben von den vielen Profidamen,
die am Start waren schon 10 einen Ironman gewonnen, also doch ein sehr starkes Feld. Daher bin ich doch recht glücklich bei diesem Feld und diesen Bedingungen den gesamt 12. Platz bei den Damen und den 71. Gesamtrang belegt zu haben. Auch bei der Österreicher Wertung, es waren knapp 30 Österreicher am Start, liege ich ganz vorne nur Rene Vallant war schneller als ich.

Meine Zeit setzt sich wie folgt zusammen: Swim 1:15:42 , Bike 5:08:23, Run 3:19:13 und die
Wechselzeiten: T 1 2:53, T 2 2:32, ergibt somit gesamt 9:48:43

Abschließend möchte ich noch anmerken, dass ich trotz dieses harten Wettkampfes die Insel Cozumel und ihre sehr freundlichen und zuvorkommenden Bewohner für immer sehr positiv in Erinnerung behalten werde!

Danke fürs Daumen drücken und die viele lieben Wünsche!

Eure Ironmichi und ihr Betreuer Andi

 Ergebnisse

WIR GRATULIEREN HERZLICH!