Donauuferlauf Hollenburg 10-30km

Tausche kuschelig warmes Wohnzimmer gegen einmaliges Erlebnis in freier Natur unter Gleichgesinnten. Wer kann da schon widerstehen? …
Und so trafen sich ca. 40 Schmerzneurotiker nach ausgiebigem Light- Frühstück und Beinahe-Mittagessen pünktlich zum Start um 14h zum Aneinander- Vorbei- Laufen indem eine Pendelstrecke am Donauradweg im Abstand von 2,5km X- mal zu bewältigen war. Macht für die 30iger Distanz 12 mal Aufi-Owi oder 6 Runden je 5km. Für die 25km Distanz und einen klassischen Zehner natürlich entsprechend weniger.
Aber ernsthaft: Die Bedingungen mit 4°C, Wind & Rückenwind im Verhältnis 50/50, kein Regen (wie in St.Pölten bei Abfahrt), 100% Asphalt ohne Eis & Gatsch, guter Stimmung vorher und heißer Dusche nachher waren supi, zudem war die Strecke heuer wohlfeil mit dem Messrad vermessen und so konnte jeder Teilnehmer aus dem Lauf ziehen, was für ihn persönlich am Wichtigsten war: Sieg, Standortbestimmung, Schweinehundbezwingen oder einfach nur Abwechslung zum Lonesome Cowboy in the dark (oder wie bezeichnet ihr die derzeitigen Trainingsläufe der einsamem Irrlichter im Finstern?).
2 Recken vom LCU waren dabei und deren Sicht der Dinge gibt’s hier nachzulesen:

Stefan Marouschek:
Soda mit Himbär. Melde mich zurück nach längerer selbst auferlegter Abstinenz von Wettkämpfen und ähnlichem Ungemach. Ich hatte mir nach Laufpause im Nov.2012 bewusst einen konsequenten Grundlagenaufbau verpasst und hatte vor Kurzem vereinzelt schon ganz gute Läufe im Training hingelegt. Ob ich Ähnliches beim 30km Donaulauf abrufen konnte war für mich selbst auch das große Fragezeichen aber dafür tauscht man ja ein kuschelig warmes Wohnzimmer, weil man es eben wissen will.
Die Plazierung ist top war aber nicht meine Motivation, die Zeit gibt mir Mut dass ich auf dem richtigen Weg bin (zumal diesmal die Streckenlänge und die Pace gut mit meinen Aufzeichnungen übereinstimmt) und ich das Ganze schön gleichmäßig über die Runden gebracht hab. Ganz perfekt liefs trotzdem nicht aber das Leben ist kein Wunschkonzert und in der Ruhe liegt bekanntlich die Kraft.

Roland Kürzel:

Zum 6. Mal in Folge wage ich mich an diesen Lauf. Immer wieder mit großem Respekt, denn irgendwas war immer (schlechter Untergrund, Knieschmerzen,…)
Diesmal hatte ich die Strecke schon eine Woche zuvor besichtigt – eis- und schneefrei! Somit ging ich hoch motiviert ins Rennen und riskierte von Beginn an. Dass ich das hohe Anfangstempo nicht über die ganze Distanz durchhalten würde, war mir bewusst, aber was hatte ich schon zu verlieren. Ab km 17 wurde etwas zäh, aber die Hoffnung auf die nächsten 2,5 km mit Rückenwind ließen mich jede Runde mit neuem Elan durchstarten  Mit einer Verbesserung von 5 min 18 sec. meiner bisherigen Bestzeit war ich bei diesen „windigen“ Verhältnissen mehr als zufrieden.

Hier bin ich noch im Bild mit der Tagessiegerin Anita Hollaus. Weitere Fotos erspare ich euch besser.

Lg. Roland

Ergebnisliste