Andrea aus der Wachau

Wachau HM-NW 15.9.2013 – eine schwierige Aufgabe!

Der HM in der Wachau ist – und bleibt – mein absoluter Lieblingswettbewerb. Leider erfolgte mein Start heuer unter denkbar schlechten Bedingungen (familiäre Schwierigkeiten). Die ganze Sache kostet mir sehr viel Kraft und es blieb kaum Zeit zum Training. Also keine Rede von einer vernünftigen Vorbereitung.

Trotzdem: Kneifen gilt nicht! Zusatzmotivation: eine Arbeitskollegin von mir hat schon seit Monaten auf eine Endzeit von unter 3 Stunden hintrainiert und ich will mich da auch nicht lumpen lassen!!vor dem Start

 

Start unter hervorragenden Bedingungen: gutes (kühles) Wetter, trocken – Walkerherz, was willst Du mehr. Nach einem sehr zähen Start (ich brauchte bis vor zur Startlinie 8 Minuten!!) bedingt durch die sehr hohe Teilnehmerzahl bei den Walkern, kam ich nur schwer in die Gänge und mußte mir mühsam einen halbwegs guten Platz unter all den Stöcken erkämpfen.

Leider muß ich sagen, daß der Spaßfaktor heuer völlig gefehlt hat. Durch die von allen Medien so hoch gepriesene „Rekordteilnehmerzahl“ – die nur für den Veranstalter lustig ist, nicht aber für den einzelnen Teilnehmer – glich der Wettbewerb heuer eher einem Spießrutenlauf. Ich hab noch nie so viel undisziplinierte Walker auf einem Haufen gesehen. Obwohl überall darauf aufmerksam gemacht wurde, daß sich die Walker tunlichst rechts halten sollen, gingen sie teilweise sogar bis zu viert nebeneinander! Da wird das Überholen zu einer echten Challenge!

auf der Strecke

Es wurde mit der Zeit immer wärmer und mir ging es immer mieser. Ich kam zwar gar nicht so schlecht voran, aber ich war trotzdem unzufrieden, weil ich wußte, daß ich viel mehr kann!

Und dann bei Stein – welch herrlicher Anblick – wartete mein Mann auf mich!! Ich: „Ich kann nicht mehr, ich muß gleich sterben“ Er: „Doch, Du kannst und Du stirbst nicht“.

Ich hab mein Bestes gegeben und machte so schnell ich nur konnte. Endlich erreichte ich KM 18 und es ging hinein nach Krems. Die Zuschauer entlang der Strecke geben mir jedesmal wieder Kraft. Unter der Anfeuerung von ein paar sehr lieben Lauffreunden, die schon im Ziel waren, hab ich es wider Erwarten doch noch über die Ziellinie geschafft und mit einer Zeit von 3 Stunden und 13 Minuten meine zweitbeste Wachauzeit erreicht!!

im Ziel

Trotz allem ist der Wachau-HM noch immer mein Lieblingswettbewerb – vor allem, weil ich das Gefühl habe, daß da für mich noch mehr drin ist und ich meine HM-Bestzeit von 3 Stunden 8 Minuten noch verbessern kann.

Zum Schluß noch meine herzliche Gratulation all meinen ClubkollegInnen zu deren Leistungen. Allen voran Stefan und Markus zur Klasseleistung beim 2er Staffelmarathon.

Liebe Grüße Andrea